Assassins Creed 4 Black Flag im Xbox-One.de Test

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    • Assassins Creed 4 Black Flag im Xbox-One.de Test

      forum.spieleberichte.de/index.…6ab1cc1868e9d7f7b5da14d22Assassins Creed versucht sich seit dem vorletzten Teil neu zu erfinden, denn nach der Ezio Trilogy war aus dem mystischen Assassinen irgendwie die Luft draussen. Es brauchte neues. Connor war geboren, aber irgendwie nicht so beliebt. Das war wohl der Punkt wo irgendjemand aus dem Geschichtsseminar bei Ubisoft auf die Idee kam – Piraten! Das isset! Und Tada ein paar Jährchen Später finden wir uns in einem malerischen Karibik Szenario wieder das uns eine unglaublich vielfältige Inselwelt schenkt. Mehr dazu gibt es in unserem Test.

      Gestatten, Edward Kenway
      Diesmal ist es nicht Altair, nicht Ezio und auch nicht Connor, sondern Edward Kenway der auf seine ganz eigene Art und Weise in die Conflicte der Templer gerät. Eigentlich will der gute Kerl ja nur Reichtum und ist wie jeder Pirat auf das Jagen von Schätzen aus. Da ist es ja schon fast gelacht als sich für ihn eine unglaublich effiziente Möglichkeit öffnet eine große Belohnung abzukassieren. Der Assassine Duncan Walpole hat einen lukrativen Auftrag den sich unser Möchtegern-Pirat unter den Nagel reißen möchte. In einer Verfolgungsjagd die sich direkt zu Beginn des Spiels ereignet kommen wir so gleich an unsere Assassinen Kutte und sehen zu wie Kenway nach und nach immer weiter in den Sumpf gezogen wird. Das lustige – er selbst merkt es nicht. Wer Assassins Creed allerdings schon länger verfolgt weiß ganz genau – Nein! Tu das nicht! Entsprechend unterhaltsam ist die Geschichte als Zuschauer.



      Die offene See
      Doch all dies ist nur die halbe Miete, denn der große Spaß kommt nicht wie man zunächst denken mag von der gut gemachten Geschichte, sondern von den unzähligen Interaktionsmöglichkeiten die wir überall zwischen, auf und in den Inselwelten finden. Haben wir grade mal keine Lust den nächsten Punkt der Story anzusteuern reicht ein kleiner Trip abseits der Wege um wieder ein paar Schatzkisten zu plündern, verstecke zu finden, Schmuggler auszuräuchern, und und und… Selbst nach 20 Stunden haben wir kein Ende erreicht und haben noch so viel zu Erkunden und zu erledigen dass die nächsten 20 Stunden ebenfalls gesichert sein dürften.

      Die offene See
      Der große Umfang kommt vor allem auch deshalb zu Stande, da die offene See viele geheimnisse birgt. Der Wechsel zwischen Festland, Seefahrt und Unterwasserwelten lässt Assassins Creed so abwechslungsreich erscheinen wie niemals zuvor. An Land gehen wir meist der üblichen Assassinen-Manier nach und mucheln was das zeug hält. Auf dem Schiff entwickelt sich alles mehr zu einer See-Simulation bei der wir Angriffe auf hoher See planen, unser Schiff verbessern und andere Schiffe entern. Unterwasser fühlt sich das ganze hingegen schwebender an und birgt die Herausforderung, dass wir mit wenig Luft schätze finden müssen und Herausforderungen in gewisse Zeit schaffen müssen. Egal wo und was, überall gibt es viel zu tun.



      Technisch Brilliant
      Grade technisch ist Assassins Creed auch genial umgesetzt. Wie üblich steuert sich der Assassine mit etwas eingewöhnung Zeit wie von selbst. Schwierigste Kletteraktionen gehen dann ganz locker von der Hand. Die Eingewöhnugnszeit benötigt ihr allerdings, da die „Automatic“ schnell dazu verführt eine Taste zu viel zu drücken und so Aktionen ausgeführt werden, die man eventuell nicht wollte. Beeindruckt hat uns aber auch der wechselnde Übergang von weitem blauen Meer mit wunderschönem Wellengang bis zum absolut dichten Dschungel. Kritik ist wenn überhaupt nur zu finden, wenn man sich die Machart der Sträucher, Gestrüpp und Bauten genauer anschaut – das hat die Playstation 3 und Xbox 360 so auch schon hinbekommen. Doch alles zusammen macht optisch einen wirklich runden Eindruck und sieht fantastisch aus.

      Komfort vor Ort
      Obwohl das Spiel gigantisch ist und wirklich über Wochen hinweg unterhalten wird haben die Entwickler es geschafft, die Karten übersichtlich zu gestalten. So können wir über eine Schnellreisen-Map einen Ort unserer Wahl auswählen und sind nach kurzem Ladeschirm dort. Einziger Wehmutstropfen ist, dass auf offener See gefundene Schätze nicht darin verzeichnet werden. Da die Taucherglocke aber erst relativ spät im Spiel freigeschaltet wird und diese für viele dieser Schätze benötigt wird lässt die Motivation diese Orte erneut zu bereisen schnell nach. Insgesamt haben es die Entwickler hinter Assassins Creed 4 allerdings geschafft ein unglaublich abwechslungsreiches Spiel zu gestalten, dass nur wenig Inhalte streckt. Am negativsten fallen da noch Lauschmissionen auf, bei dennen wir Minuten lang ungesehen Ziele verfolgen müssen um an Informationen zu kommen. Abspropo ungesehen – Assassins Creed 4 ermutigt euch nahezu nur so dazu, keine Wache zu töten. Ohnehin ist man mittlerweile deutlich schwächer und kann tatsächlich durch zu viele Wache auch sterben.



      Moderne & Multiplayer
      Bei all der Lobtüdelei der Karibik Welt hätte ich fast vergessen noch ein paar Sätze zum Multiplayer und der Modernen Welt zu sagen. Denn auch in Assassins Creed erwacht ihr wieder aus dem Animus. Allerdings diesmal in der Egoperspektive ohne das „Ich“ kennen zu lernen. Wer mag kann diese abschnitte so schnell überspringen und weiter in die Karibik eintauchen oder sich dort länger aufhalten und viele Hintergrundinformationen sammeln. Im Multiplayerpart hingegen stehen euch verschiedene Spielmodi zur Verfügung bei dem ihr als typischer Assassine gegeneinander antretet.

      Fazit: Piratenabenteuer der Extraklasse. So und nicht anders kann man Assassins Creed bezeichnen. Diese Frischekur tut Assassins Creed gut. Vor allem deshalb weil sich die Entwickler richtig was trauen. Sie haben so vieles sein lassen und so vieles neu eingeführt und ganz genau geschaut – was fanden die Fans den gut? Die Schiffsabteilung aus dem dritten Teil zu übernehmen und in den vierten Teil als elementaren Bestand zu integrieren war ein genialer Schachzug. So wünsch ich mir Spielreihen – Frisch – Bunt – Knackig und viel zu tun!



      [+] Unglaublich weite Karibik Welt mit vielen Geheimnissen
      [+] Entdecke, Jage, Forsche und verbesser dich
      [+] Gelungene Story
      [+] Netter Multiplayer
      [+] Nicht viel Ablenkung durch Moderne
      [-] Viele Elemente wiederholen sich
      [-] Manche Missionen ziehen sich
      [-] Schatzfunde nicht auf der Schnellreisekarte
      [-] Next-Gen Fassung bei Objekten nicht Next-Gen genug

      Wertung: Gut

      G2N.eu sagt: So müssen Serien Fortsetzungen aussehen. Abwechslungsreich - Umfangreich - und dennoch im Herz alles beim alten!